Das bin ich. Geboren am 8.Dezember 1944.Kindheit und Jugend in Düren-Arnoldsweiler.Abitur 1966, Studium der Germanistik und Geschichte an der Uni Köln. Lehrer am Berufskolleg Eschweiler bis 2010, jetzt pensioniert und als Autor tätig.

 

 

Hierzu ein Interview im Super Sonntag ( Anfang Februar 2014)

 

„Wann immer ich Zeit habe, schreibe ich“

Eschweiler Autor möchte mit seinen Veröffentlichungen amüsieren und informieren

Eschweiler. Josef Stiel aus Eschweiler hat zu Beginn des Karlsjahres 2014 ein neues Büchlein „Karl der Große erzählt Geschichten“ veröffentlicht. Im Gespräch mit dem „Super Sonntag“ erzählte er über sein Leben als Autor.

Hat Sie das Thema als pensionierter Lehrer für Germanistik und Geschichte bereits zu Berufszeiten beschäftigt. Ist es ein Lehrbuch für Schüler?

 

Josef Stiel: Ich habe zwar Germanistik und Geschichte studiert, am Berufskolleg jedoch Deutsch und Politikunterricht erteilt. Dieser war dann doch eher berufsbezogen und beschäftigte sich mit aktueller Zeitgeschichte, also was die letzten 100 Jahre passiert ist - in der Politik und in der Literatur. Das Büchlein ist kein Lehrbuch, sondern soll amüsieren, informieren und Freude an Geschichten wecken.

Sie haben bereits mehrere Bücher geschrieben. Wann und wie haben Sie den Autor in sich entdeckt?

 

Josef Stiel: Das war bereits zu meiner Berufszeit. Mit meinem Kollegen Dr. Karl Pütz, der am Berufskolleg Wirtschaftswissenschaften und ebenfalls Politik unterrichtete, kam ich immer wieder ins Gespräch über die eigene und Weltgeschichte. Immer wieder hieß es „Weißt Du noch...“. Wir meinten, das muss doch mal aufgeschrieben werden und „Da muss sich doch mal einer drum kümmern...“. Also haben wir beschlossen: „Wir machen es!“. Das war so um das Jahr 2000 herum. In den folgenden Jahren erschienen insgesamt drei Bücher, in der wir unsere Erlebnisse unserer Kindheit und Jugend in der Adenauer-Ära beschrieben unter dem Titel „Früher war alles viel besser...?“.

Schreiben Sie am PC oder gibt es erste Notizen handschriftlich?

 

Josef Stiel: Ich schreibe immer zuerst handschriftlich, am liebsten und meistens mit Bleistift. Da wird durchgestrichen und radiert. Erst wenn die handschriftlichen Niederschriften fertig sind, wird es in den PC übertragen.

Schreiben Sie nur gern oder lesen Sie auch viel? Gibt es ein Lieblingsbuch?

 

Josef Stiel: Also ich lese auch viel - von klassischer Literatur bis zur Moderne. Mein Lieblingsbuch ist „Homo faber“ von Max Frisch.

Wo schreiben Sie und was sind die idealen räumlichen und zeitlichen „Rahmenbedingungen“?

 

Josef Stiel: Schreiben kann ich überall und zu jeder Zeit. Ich habe schon am Flughafen geschrieben oder im Garten. Wann immer ich Zeit habe, schreibe ich, egal wo ich gerade bin. Ich habe ja jetzt allerdings mehr Zeit als früher.

Wieviel Zeit vergeht denn zwischen der ersten Idee und dem druckreifen Werk?

 

Josef Stiel: Das neue Büchlein ist in drei Monaten entstanden, für die drei Bände hatten wir insgesamt zehn Jahre gebraucht. Damals waren wir zwar zu zweit, aber eben auch berufstätig. Mit meiner Pensionierung als Lehrer und Studiendirektor begann dann eine neue Zeit, in der ich mich mehr dem Autor in mir widmen konnte.

Was ist das für ein Gefühl, die eigenen Werke neben anderen in der Buchhandlung zu entdecken?

 

Josef Stiel: Das ist schon ein schönes Gefühl. Man fühlt sich bestätigt, denkt aber auch beim Anblick der Bücher „Das gehört genau da hin“. Und man bekommt die Bestätigung, mittlerweile als Autor anerkannt zu sein und sich profiliert zu haben.

Werden weitere Bücher folgen?

 

Josef Stiel: Ja. Ich habe gerade meinen ersten Roman fertig. Ich muss nur noch die letzten handschriftlichen 20 Seiten in den Rechner übertragen. Ich habe mich damit schon länger beschäftigt, also so etwa acht Jahre. Ich komme aber erst jetzt dazu, mich konzentriert um die Sache zu kümmern. Es ist ein historischer Roman - natürlich. Und es geht auch wieder um Karl den Großen - allerdings nicht als Hauptfigur.

Also bleiben Sie der Geschichte und besonders der deutschen, auch weiterhin treu. Was haben Sie denn sonst noch für Interessen?

 

Josef Stiel: Also ich bin politisch sehr aktiv, bin im Städteregionstag, war bis 2012 Fraktionsvorsitzender der SPD. Nach der Kommunalwahl im Mai höre ich aber auch damit auf, dann habe ich 40 Jahre Politik gemacht - und damit zur aktuellen Geschichte beigetragen. Dann habe ich noch mehr Zeit, mich um meine eigene Geschichte und meinen historischen Roman und vielleicht weitere Werke zu kümmern.“

Das Gespräch für den „Super Sonntag“ führte Gisa Stein.